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Die tägliche Praxis

Das Huawei P9 ähnelt optisch seinem Vorgänger, dem Huawei P8. Das war schon ein echter Handschmeichler, aber nichts im Vergleich zum P9. Durch das abgerundete Frontglas, den sanften Kurven an den Rändern, den glänzenden 60 Grad-Schleifkanten  und der smarten, geraden Rückseite schmeichelt sich das Smartphone unglaublich in die Hand, selbst wenn Fingerabrücke etwas schneller haften bleiben als beim Mate S oder Mate 8. Zudem ist es recht leicht. Kurzum hat der Umgang mit dem Gerät geradezu etwas erotisches. Alle Tasten funktionieren mit beeindruckend definiertem Druckpunkt.

Mit der Huawei-Benutzeroberfläche EMUI haben wir uns in vorhergegangenen Tests zur Genüge beschäftigt und verweisen für die Grundfunktionen darauf. In diesem Test legen wir den Schwerpunkt auf die Veränderungen, die die GUI mit der Version 4.1 erfahren hat. Eines trotzdem vorweg: ja, der App-Drawer fehlt nach wie vor bei EMUI. Immer wieder können wir in den Foren über Huawei-Neu-User lesen, die sich gerade daran stören. Dabei ist die fehlende Unterebene als App-Schublade für mich ein großer Vorteil. Wozu die Apps doppelt ablegen? Einmal in einer nur über einen Zwischenschritt zu erreichenden Unterebene und dann nochmal extra über eine anzulegende Verknüpfung auf dem Homescreen? Zudem erlaubt Huawei direkt auf der Oberfläche eine weitreichende Konfiguration und das Löschen der Apps. Es gibt für Drawer-Fanatiker aber nach wie vor die Möglichkeit, Apps in einem Unterverzeichnis abzulegen und somit vom Homescreen zu verbannen: Dazu einfach zwei Finger auf dem Homescreen spreizen. Reicht das nicht, lässt sich ein alternativer Launcher wie Nova installieren. Aber, liebe Huawei-Newbies: probiert doch EMUI erstmal eine Weile aus!

Android 6.0 liefert Funktionen nach, die bei EMUI schon länger implementiert waren. So ist die Rechteverwaltung nun sehr ähnlich und der Akku bekommt mit dem Doze-Modus eine Sparfunktion hinzu, die sich bei den ersten Huawei Marshmallow-Updates als Stolperstein bei den Benachrichtigungen erwies. Wir gehen im nachfolgenden Kapitel ausführlich darauf ein. Nach wie vor lassen sich alle Berechtigungen, die sich die Apps beim Installieren genehmigen, auf Wunsch einzeln fein säuberlich wieder zurücknehmen. Huawei hat sich nun daran gemacht, EMUI an Android 6.0 anzupassen. Das führt zu zwar logischen, aber manchmal etwas verstreuten Verknüpfungen, die vor allem für geübte EMUI-Hasen ungewohnt sind.

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Die Einstellungen wurden deutlich entschlackt, was einerseits zu mehr Übersichtlichkeit auf den ersten Blick, andererseits zu vermehrten Suchaktionen führt.

 

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Einfach ist noch das Erreichen der erweiterten Einstellungen, die im Design dann aber schon von den ursprünglichen Einstellungen abweichen. Schlimmer wiegt die Tatsache, dass einige App-Einstellungen sowohl über die separate Telefonmanager-App wie auch als erweiterte Funktion bei den App-Einstellungen selbst zu tätigen sind.

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Beim Wisch von oben nach unten öffnet sich der praktische Zeitstrahl der Benachrichtigungen und rechts daneben die Vernüpfungen, die scroll- und konfigurierbar sind.

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Der Startbildschirm selbst ist erfreulich umfangreich konfigurierbar. Neben den bei Android üblichen, in großer Anzahl vorhandenen Hintergrundgrafiken oder Animationen sind zahlreiche Widgets und Übergänge einstellbar. Mit Android 6.0 ist die Grenze der verfügbaren Homescreens auf gewaltige 18 angestiegen.

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Interessant wird es bei den weiteren Einstellungen: Hier hat der User die Wahl der Anzahl der Icons in einer Reihe und einigen Aktionen aus bestimmten Bewegungen heraus.

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Ein Relikt aus der Vergangenheit haftet selbst EMUI 4.1 noch an, die Badge-Symbole - das sind die kleine Zahlen im roten Kreis an den Apps, die kundtun, wenn sich etwas getan hat - sind weiterhin lediglich auf einige Systemapps beschränkt.

Huawei lässt dem Nutzer alle Freiheiten bei den Berechtigungen und anderen App-Einstellungen, die ein Rooten des Gerätes im Grunde überflüssig machen. Ein mächtiges Tool ist dabei der Telefon-Manager. Hier sind einige, teils weit in die Android-Verwaltung reichende Konfigurationen durchzuführen. Der Pfad einiger Funktionen hat sich mit EMUI 4.1 verändert.

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So finden sich die Einstellungen zum Energiesparen jetzt unter dem Punkt Akkumanager. Wir empfehlen nach wie vor die Einstellung Leistung, die kaum mehr verbraucht als andere und volle Funktionalität garantiert. Grundsätzlich ist die Freischaltung einiger Funktionen mittels PM Plus aus dem Playstore immer noch empfehlenswert, selbst wenn sich die Freischaltung bei EMUI 4.1 auf das automatische Starten der Apps reduziert.

 

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Der Fingerabdruck-Sensor entspricht der Version 4.0, er reagiert mit 0,5 Sekunden Reaktionszeit aus dem Standby blitzschnell und zuverlässig. Es lassen sich fünf verschiedene Abdrücke speichern. Neben der Entsperrung, die zudem aus dem Standby heraus ohne Zwischenschritt funktioniert, lassen sich einige praktische Zusatzfunktionen wie im Technik-Kapitel beschrieben ausführen. Das funktioniert nicht nur theoretisch, sondern praktisch mit verblüffender Schnelligkeit und absolut zuverlässig. Zudem sitzt der Sensor auf der Rückseite, was beim Betrieb in der Hand haptisch ungemein praktisch ist. Wenn das Gerät auf dem Tisch liegt, ist es das nicht. Nun könnte die Funktion "Double Tapp to Wake" hier Abhilfe schaffen, leider finden wir die beim Huawei P9 nicht. Es bleibt zu hoffen, dass DTTW mit einer neueren Firmware-Version nachgereicht wird, wie es schon bei anderen Huawei-Smartphones der Fall war.

Die Stagefright-Bedrohung ist bei aktuellen Huawei-Phones längst elemininiert, das neue P9 macht da keine Ausnahme.

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Wie vom Hersteller gewohnt, lässt sich der Speicher des Gerätes individuell anpassen. Der generelle Speicherpfad kann auf die externe SD-Karte gelegt werden. Dazu sollte die mindestens Class 10 schnell sein. Auf die Adobtable Storage-Erweiterung des internen Speichers wie bei Vanilla-Android verzichtet Huawei wie viele andere Hersteller. Laut Auskunft von "gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen" arbeitet Huawei hier an einer eigenen Lösung.

 

Das Design der Oberfläche lässt sich durch die Design-App sehr umfangreich gestalten. Der Sperrbildschirm, die Icons, selbst einige Funktionen sind zu konfigurieren.

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Die Magazin-Sperrbildschirme sind die einzigen, in denen Push-Nachrichten von Apps erscheinen. Daneben bietet der Magazin-Sperrbildschirm Vorteile wie wechselnde Fotos und mit einem Wisch nach oben sind einige, nicht weiter konfigurierbare Apps direkt erreichbar. Der Magazin-Sperrbildschirm kann jedem Design in den Einstellungen zugeordnet werden.

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Die Benachrichtigungen kommen beim Testgerät zuverlässig an, es sind allerdings einige Einstellungen vonnöten, denen wir das nachfolgenden Kapitel gewidmet haben.

Mir einer Akkuladung kamen wir gut von einem über den anderen Tag, von früh morgens bis spät abends. Danach waren noch ca. 15-20 Prozent übrig. Grundsätzlich ist unser Nutzungsverhalten nicht mit dem anderer gleichzusetzen, von daher sind die Erfahrungen individueller Natur. Wir hatten die Einstellungen - ganz grob - auf Leistung und so, dass die Benachrichtigungen durchkamen. Die Aufladung gelingt mit dem Standard-Netzteil in circa 2-2,5 Stunden, mit dem Netzteil des Mate 8 in ungefähr einer Stunde. Uns fehlt schmerzlich die Möglichkeit, das Gerät drahtlos per QC aufzuladen, das ist bei Android-Top-Smartphones mittlerweile Standard.

Beim Display ist Full-HD bei normaler Smartphone-Nutzung völlig ausreichend. Bei normalem Betrachtungsabstand sind Beeinträchtigungen bei der Auflösung für das menschliche Auge nicht erkennbar, die Vorteile überwiegen gegenüber einer 2K oder 4K Auflösung aufgrund der geringeren SoC-Belastung und der daraus resultierenden Beeinträchtigung der Akkuleistung. Anders schaut das bei Nutzung der in den Markt drängenden VR-Brillen aus. Hier wäre eine 2K oder 4K Auflösung sehr angebracht und hier hinkt das Huawei P9 dann hinterher. Die Qualität der Darstellung ist über jeden Zweifel erhaben. Das NEO-IPS-Display überzeugt mit enorm hohem Blickwinkel, sehr natürlichen voreingestellten Farben und einer beeindruckenden Helligkeit. Die Möglichkeit der Nachjustierung wurde nochmals verbessert, ohne allerdings die Funktionalität einer echten ISF-Einstellungsmatrix zu erreichen.

Eine Sahne-Disziplin des Huawei P9 ist ohne Zweifel der Empfang. War bislang das Mate S mein Favorit bei der Empfangsleistung, stürmt nun das P9 an die Spitze der Smartphones, mit dem ich selbst auf dem Land LTE und H+ in nahezu jeder Empfangssituation bestätigen kann. Für die Zukunft ist das Gerät mit CAT 6 bestens gerüstet. Das Gerät hält den Empfang überaus lange und schaltet schnell zu nächst höheren verfügbaren Empfangsebene. Nicht viel anders ist dies beim GPS-Empfang, der blitzschnell und zuverlässig online ist. Bei Bluetooth verrichtete das P9 seine Arbeit im Testzeitraum zusammen mit der Huawei Watch, einem Garmin Navigationsgerät zusammen mit der App Smartphonelink und einer Kfz-Freisprecheinrichtung bei beeindruckend stabilen Verbindungen und sehr weitem ungestörten Empfang, der über 10 Meter hinaus geht und auch vor einer Etage nicht halt machte. Im Testlauf haben wir nicht einmal irgendeine Fehlfunktion notieren dürfen - Spitze!

Im WLAN-Netz macht Huawei endlich Nägel mit Köpfen und packt alle verfügbaren Frequenzen in das Gerät. Die werden automatisch jeweils privat im Zusammenspiel mit einer Fritz-Box 7390 und beruflich mit einer 7490 sehr zuverlässig umgeschaltet. Die WLAN+ Funktion funktioniert nicht nur im Umschaltspiel zwischen örtlichem WLAN und mobilen Daten - Achtung, hier sollte auf WLAN+ bei arg begrenztem mobilen Datenvolumen verzichtet werden! - sondern zudem im Zusammenspiel mit einigen verteilten WLAN-Repeatern. Allerdings braucht das Gerät einige Tage, um zu "lernen". Sind die entsprechenden Verhältnisse einmal gelogt, ist WLAN+ ein echter Pluspunkt.

Beim Datentransfer bleibt leider alles beim Alten. Während die Steckernorm auf das unkomplizerte USB-C geändert wurde, bleibt es bei der eigentlichen Schnittstelle beim antiquierten USB 2.0. Die Übertragung von Fotos in höherer Anzahl oder sonstiger Dateien wird so zum Geduldspiel.

 

 

Kommentare   

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