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Mate 8 Hand front Coffee general

Das Huawei Mate 8 wurde von der Fangemeinde als Nachfolger des Huawei Ascend Mate 7 sehnsüchtig erwartet. Hatte es doch nach Meinung einiger Journalisten mit dem Design-Modell Mate S angeblich einen viel zu kleinen Nachfolger erhalten. Huawei belehrte alle Kritiker eines Besseren und stellte zur CES 2016 nach vorherigem chinesischen Launch das neue Spitzenphone der Weltöffentlichkeit vor. Dabei strebt der Hersteller nach nicht weniger als der Leistungskrone bei den aktuellen Smartphones und das mit dem Eigengewächs Kirin 950 als Antrieb. Schnelligkeit ist jedoch nicht alles, wir werfen einen kritischen Blick auf das Device.

Foto: Huawei


 

 Unboxing

 

 

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Die Verpackung wirkt gewohnt wertig, die Pappe fasst sich lederartig flauschig an, der goldene Aufruck vermittelt einen Hauch von Luxus.

 

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Unter dem Deckel zieht das sechs Zoll große Smartphone die Blicke auf sich.

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Eine Etage tiefer befinden sich weitere Schachteln.

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Neben den üblichen Utensilien finden wir ein Kunststoffcase zum Schutz des Alu-Uni-Bodies, die Nadel zum Öffnen der Schublade und einen versiegelten Umschlag mit Kurzanleitung und Garantieunterlagen.

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Beim Zubehör gibt es Licht und Schatten. Einerseits legt Huawei ein Standard-Headset bei und nicht die hochwertige Variante des Mate S. Andererseits gibt es das Schnellladegerät für das Kirin-spezifische Quick-Charge mit 9V.

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 Wenden wir uns dem Smartphone zu. Zunächst fällt das gegenüber dem Vorgängermodell deutlich aufgewertete Finish ins Auge.

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Der mächtige Sechszöller nimmt fast die gesamte Front ein, was das Smartphone trotz der großen Sichtfläche handlich macht. Huawei hat der Versuchung widerstanden, mehr als Full-HD aufzulösen. Letztlich ist der Auflösungsvorteil bei 4k eher theoretscher Natur, ist doch das menschliche Auge der limitierende Faktor. Nachdem im Heimkinobereich schon die Diskussion brennt, ob 4k unter 50 Zoll Sinn macht, ist diese Diskussion bei einem 6 Zoll Display müßig. Dagegen stehen Vorteile beim Stromverbrauch, zudem wird die SoC weniger belastet. Wer unbedingt mehr Auflösung benötigt, kann z.B. zum Nexus 6P greifen. Ich kann Euch aber versichern: das bringt nicht wirklich was.

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Hat das Mate S (rechts) ein 5,5 Zoll OMOLED-Display, setzt das Mate 8 wieder auf ein hochwertiges IPS-Display. Die Vor- und Nachteile beider Techniken sind Geschmacksache, mir persönlich gefällt AMOLED besser. Neben dem optisch alles beherrschenden Display finden sich noich die 8MP Frontkamera, einige Sensoren und der Lautsprecher zum telefonieren auf der Front. Ein Front-LED-Blitz wie beim Mate S fehlt. Auffallend ist die schimmernde Gestaltung der oberen und unteren Enden, die an das Huawei Ascend P7 erinnert.

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Hinten gibt es den Alu-Unibody, auf Plastikkappen oben und unten wie noch beim Mate 7 hat der Hersteller verzichtet, vielmehr helfen notwendige Kunststoff-Inlets dem Empfang.

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Wobei die Lösung beim Mate S (rechts) unserer Meinung nach sauberer gelungen ist.

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Das Design der minimal abgesetzten Kamera und des Fingerabdrucksensors lehnt sich optisch mehr ans Nexus 6P an, der 16 MP-Kamera mit optischem Bildstabilisator steht ein zweifarbiger LED-Blitz zur Seite.

Der stylische minimale Kamera-Aufsatz hindert das Mate 8 nicht daran, stabil auf dem Tisch zu liegen.

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Unschön und Fantasielos: die aufgedruckte CE-Ident und der restliche dort verewigte Kram ist eines Spitzenmodells stylisch unwürdig. Das muss vorhanden sein? Ja, Huawei, schaut mal zu Sony, wie man das machen kann!

 

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Auf der linken Seite findet sich die Kombischublade für die heute übliche Nano-Sim und eine SD-Karte für bis zu 128GB, die den serienmäßig verbauten 32 GB auf Wunsch zur Seite stehen. Anstelle der SD-Karte findet alternativ eine zweite Nano-Sim Platz.

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Rechts gibt es wie gewohnt die Lautstärkewippe aus Metall und den Power-Knopf, beide perfekt integriert, ohne unnötiges Spiel und mit definiertem Druckpunkt.

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Oben ist ein weiteres Mikro und ein 3,5mm Klinken-Headset-Anschluss platziert.

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Unten finden sich Ansammlungen ovaler Öffnungen. Hinter der linken verbirgt sich ein kräftiger und durchaus wohlklingender Lautsprecher, der einen Hauch von Bass vermitteln kann. Rechts ist das Hauptmikro untergebracht. In der Mitte sitzt ein Relikt: ein Mikro-USB2,0 Anschluss - wir hätten einen USB-C3.1 bei einem neuen Spitzenmodell erwartet. Die Schrauben sind kein zierendes Beiwerk, sondern dienen wie beim oben liegenden Mate S der Öffnung des Gehäuses. Das Mate 8 ist nicht wasserfest, aber Nano-versiegelt.

Wo wir schon mal beim schwächlichen USB2.0 sind: heutige Smartphone-Spitzenmodelle dürfen gern den Komfort einer drahtlosen Aufladung bieten, beim Mate 8 wird leider darauf verzichtet.

Kein Zweifel: bei der Präsentation in der Verpackung, der Verarbeitung und der Wertigkeit der Materialien hat es Huawei einfach drauf. Da sich mir der direkte Vergleich mit einem iPhone 6 bietet, kann ich gern bestätigen, dass die Chinesen meiner Meinung nach die hochwertigeren Smartphones bauen. Wobei das Finish des Mate 8 subjektiv dem Mate S ein klein wenig nachsteht. Dennoch ist das Huawei Mate 8 bei Material und Verarbeitung ganz nah an der Perfektion.

 


 

 

Innere Werte

 

 

Kommen wir zum Sahneteil des Huawei Mate 8, seiner Prozessorumgebung mit dem brandneuen Kirin 950. Die CPU-Schmiede HiSilicon gehört zum Huawei-Konzern, von daher ist es naheliegend, sich einen Chipsatz im Maßanzug zum Handy schneiden zu lassen.

Der 16-Nanometer-Chipsatz besitzt vier auf Höchstleistung ausgelegte ARM-Cortex-A72-Prozessoren, die auf bis zu 2,3 GHz takten und vier etwas schwächere Cortex-A53-Prozessoren, die auf 1,8 GHz getaktet sind und Strom sparen, hier setzt Huawei auf die ARM big.LITTLE-Konfiguration. Die leistungsstärkere Prozessorgruppe übernimmt dabei die aufwändige Rechenarbeit, während die schwächere die weniger aufwändigen Arbeiten verrichtet. Als Unterstützung dient ein integrierter i5-Co-Prozessor, der die Sensoren des Smartphones überwachen soll und die eingehenden Daten verarbeitet. Als Grafikeinheit kommt eine potente Mali-T880MP4-GPU zum Einsatz. Um bei gleichzeitiger Leistungssteigerung den Stromverbrauch zu minimieren, verbaut HiSilicon eine Gruppe von nicht-planaren Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor (FinFET), die mehr Leistung bei weniger Stromverbrauch
versprechen.

Huawei verspricht, dass der neue Chip im Vergleich zum Vorgänger 40% mehr Leistung bei bis zu 60% geringen Stromverbrauch bietet, in Bezug der Grafikverarbeitung sogar
100% mehr Leistung.

Ein Seitenblick auf den AnTuTu-Benchmark offenbart in der Tat beeindruckende Ergebnisse.

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Verfolgt man die Diskussionen in den Foren, so ist dieser Wert leicht noch übertrumpfbar. An Leistung mangelt es dem Gerät also wahrlich nicht, der neue Kirin 950 katapultiert es in die oberste Smartphone-Leistungsspitze. Die CPU darf mit satten 3 GB RAM spielen, der Arbeitsspeicher ist in der Grundversion 32 GB groß, allerdings kann er durch eine schnelle SD-Karte mit mindestens Class 10 um bis zu 128 GB effektiv erweitert werden. Außerhalb Europas wird zudem eine 64 und 128 GB-Variante mit 4GB Arbeitsspeicher angeboten.

So viel Leistung möchte mit Strom versorgt werden. Schon das Mate 7 hatte einen enorm großen Akku, beim Mate 8 ist nun trotz des relativ dünnen Gehäuses ein Lithium-Polymer-Speicher mit 4000 mAh verbaut, der mit dem Quick-Charge Lader zudem recht schnell befüllt werden kann. Im Testbetrieb kamen wir immer an zwei Tage heran, wenn wir das Gerät "normal" mitführten, waren sogar drei drin. Chapeau!

Das Huawei Mate 8 ist das erste Huawei-Smartphone, welches mit Android 6.0 Marshmallow und EMUI 4.0 ausgeliefert wird. Mittlerweile haben fast alle anderen Konzern-Kollegen ihr Beta-Update auf MM erhalten, das Mate 8 ist aber das einzige mit finalem Status. Wir werden in Kürze einen ausführlichen Test des Mate S mit Android 6.0 veröffentlichen.

 

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Verbindungstechnisch trumpft das Mate 8 mit einem LTE-Cat-6-Modem Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s, einem WLAN-Modul (802.11a/b/g/n), Bluetooth 4.2 und GPS mit Glonass-Unterstützung auf. Ein NFC-Modul ist ebenfalls vorhanden. Für einen ungetrübten Empfang hat das Mate 8 zwei Antennen verbaut. Das Smartphone erkennt beim mobilen Empfang eigenständig wie es vom Nutzer gehalten wird und optimiert den Empfang über die jeweils freie Antenne eigenständig. Wird WLAN in Gebäuden schwach und steht dagegen eine gute Datenleitung zur Verfügung, wird auf Wunsch automatisch darauf umgeschaltet. Zudem merkt sich das Mate 8 WLAN-Empfangseigenschaften und schaltet in der Folge automatisch um. Insgesamt funktioniert das hervorragend, wir können dem Mate 8 herausragende Empfangsleistungen bei WLAN und Datenempfang attestieren. LTE wird schnell empfangen und wie alle anderen Datenmodi lange aufrecht erhalten.

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Der WLAN-Empfang ist ohne Fehl und Tadel, das Mate 8 nutzt die anstehende Bandbreite eines 50000er-Anschlusses komplett aus.

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Die DUAL-SIM-Funktion ist sehr sinnvoll gelöst. So stehen beide SIM-Karten zum Empfang von Telefongesprächen und SMS zur Verfügung, ausgehende Gespräche können wahlweise über die passende Karte geführt werden. Beide SIM-Schächte sind LTE-fähig, allerdings immer nur einer gleichzeitig. Unnötig scheint uns die Wahl zwischen einer zweiten Sim-Karte oder einer Micro-SD-Karte, zumal Bastellösungen aus dem Internet zeigen, dass beides gleichzeitig funktionieren würde. Gut dagegen eine Neuerung bei EMUI 4.0: die Karte für ausgehende Gespräche kann jetzt vorgewählt werden, ein Wunsch, welcher in Foren sehr oft geäußert wurde.

Der mit 6 Zoll Diagonale riesige Bildschirm arbeitet nach dem In-Plane-Switching (IPS)-Prinzip, bei der die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche angeordnet sind. Liegt Spannung an, drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene und vermeiden die für z.B. TN-Displays typische Schraubenform und damit weitgehend eine Blickwinkelabhängigkeit. Wie bei Spitzenphones üblich, ist das Panel direkt mit dem Glas verbunden (IPS-NEO), was eine kompakte Bauform ermöglicht. IPS-Panel arbeiten passiv und werden von den Seiten über Lichtleiter über LEDs mit Helligkeit versorgt. Die hohe Güte und das IPS-Prinzip ermöglichen mit 0,234 cd/m2 dennoch ein tiefes Schwarz.

Die Auflösung beträgt 1080 x 1920 Pixel, also Full-HD, beim Sechszöller sind das 368ppi. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und einige Display-Parameter mit Burosch-Testbildern und dem Eye One Pro Spektroradiometer von Xrite nachgemessen. Die maximale Helligkeit von 708 cd/m2  ermöglicht selbst im Freien bei hellem Sonnenlicht noch die Ablesbarkeit, dazu überzeugt ein für ein Smartphone-Display sehr hoher Kontrastwert von 1498 : 1. Der D65 Farbpunkt wird mit 7521 Kelvin verfehlt, als absolut farbneutral gelten 6503 Kelvin. Wem die kühle Farbwiedergabe missfällt, der kann durch manuelle Angleichung eine Annäherung an 6545 erreichen, bei unserem Testmodell bei dieser Einstellung:

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Sehr positiv ist dabei die Stabilitäät des Farbraums zu bewerten, die zu keinerlei Verfälschungen während der manuellen Einstellung führt, also im Klartext: weiß bleibt weiß und nicht gelb.

Das Display ist mit Gorilla-Glas 4 2.5D geschützt, welches an den Rändern griffsysmpatisch abgerundet wurde.

Die Front-Kamera darf auf satte 8MP zurückgreifen, scharfen Selfies dürfte also nichts im Wege stehen, zudem steht mit "Groufie" eine Art Selfie-Panorama zur Verfügung. Die Blende ist mit f2,4 lichtfreundlich.

Der 1/2,8" 16 MP Sony-IMX298-Sensor und ein aufwändiges, viellinsiges Objektiv mit optischem Bildstabilisator und f2.0 versprechen scharfe Fotos in jeder Situation. Der Stabilisator  gleicht Verwacklungen bis zu beeindruckenden 1,2 Grad aus. Reicht das Licht dann doch nicht aus, darf ein LED-Doppelblitz zugeschaltet werden, der mit unterschiedlichen Farbtemperaturen leuchten kann und sich so optimal den Farbverhältnissen anpasst. Dem AF wurde mit der aus DSLRs bekannten Phasen-Detektion gehörig zu Leibe gerückt. Anders als bei DSLRs ist in einem Smartphone kein Platz für einen gesonderten PAF-Sensor und einen Spiegel-Klappmechanismus. Also hat Sony die Detektoren auf dem Sensor plaziert, ein Trick, wie er schon bei der für ihren schnellen AF bekannten Sony Alpha 6000, einer Systemkamera, angewandt wird.

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Bei der verwendeten Hardware gibt es also tatsächlich zunächst überhaupt nichts zu meckern. Die SoC lässt alles andere hinter sich, die Konnektivität keine Wünsche offen, Material und Verarbeitung sind superb und die Kamera verspricht gute Fotos.  Ob das alles in der Praxis so funktioniert, untersuchen wir auf den nächsten Seiten.

 


 

 

 

 

 

 

EMUI 4.0 - die Praxis

Das Huawei Mate 8 war jetzt einige Wochen bei uns mit der Firmware NXT-L29C432B152, die uns Huawei vorab zur Verfügung stellte, im Einsatz, Zeit genug, nachvollziehbare Schlüsse auf die Eignung im Alltag zu ergründen.

Schon beim ersten Kontakt flöst das Huawei Mate 8 durch die vorzügliche Verarbeitung und wertige Materialien Vertrauen ein und fühlt sich keineswegs wie ein übergroßes 6 Zoll Phablet an, vermittelt eher Handlichkeit und die Perfektion der Premiumklasse. Da gibt es keine unregelmäßigen Spaltmaße, da wackeln keine Knöpfe oder Tasten. Das formschöne Gerät liegt zudem sehr ausgewogen in der Hand, das Gewicht ist gut verteilt. Die Tasten haben einen angenehmen, nicht zu geringen Druckpunkt, zudem überzeugt die Ergonomie. Durch die leicht abgerundete Rückwand wächst das Gerät geradezu in die Hand. Obwohl die Rückwand gebogen ist und die Kamera leicht hervorsteht, liegt das Huawei Mate 8 stabil auf dem Rücken und kann dort problemlos bedient werden. Zudem hält sich die Hitzeentwicklung mehr als dezent zurück, mehr als Handwärme war selbst unter großer Belastung nicht zu spüren. Dabei lässt die außergewöhnliche CPU-Power den User smooth, ohne jegliche Anzeichen von Mikro-Rucklern und mit enormer Geschwindigkeit über die Oberflächen fliegen.

 

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Grundsätzlich unterscheidet sich EMUI 4.0 funktional nicht so sehr von EMUI 3.1, wir werden deshalb in erster Linie auf die Unterschiede eingehen. Die fangen beim Fingerprintsensor an.

 

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Der Sensor selbst entspricht der Version 2.0, die schon im Mate S Verwendung findet. Allerdings ist er wie beim Nexus 6P rund, was der Haptik meiner Meinung nach zuträgt. Er reagiert mit 0,5 Sekunden Reaktionszeit aus dem Standby genauso blitzschnell und zuverlässig, es lassen sich fünf verschiedene Abdrücke speichern. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist die Einschränkung  bei den Funktionen des Sensors. Ist er beim Mate S noch funktional wie ein kleines Touchpad mit sehr vielen Funktionen belegt, reduziert sich das beim Mate 8 aufs Nötigste.

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Zum Vergleich die Möglichkeiten des Mate S, ebenfalls mit Android 6.0:

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Hier sollte Huawei funktional unbedingt nachlegen.

Zunächst ein kurzer Ausflug zu den wichtigsten Merkmalen von EMUI. Wie bei EMUI gewohnt, gibt es keinen App-Drawer. Zumindest nicht direkt, denn durch ein Fingerspreizen auf dem Homescreen öffnet sich seit der Version EMUI 3.1 ein Fenster, in das Apps vom Homescreen ausgeblendet und dort auch gestartet werden können. Wer den App-Drawer dennoch vermisst, kann einen anderen Launcher aus dem Playstore installieren.

Die Stagefright-Bedrohung ist bei aktuellen Huawei-Phones längst elemininiert, das neue Mate 8 macht da keine Ausnahme.

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Das Design der Oberfläche lässt sich durch die Design-App sehr umfangreich gestalten. Der Sperrbildschirm, die Icons, selbst einige Funktionen sind zu konfigurieren.

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Die Magazin-Sperrbildschirme sind die einzigen, in denen Push-Nachrichten von Apps erscheinen. Daneben bietet der Magazin-Sperrbildschirm Vorteile wie wechselnde Fotos und mit einem Wisch nach oben sind einige, nicht weiter konfigurierbare Apps direkt erreichbar. Der Magazin-Sperrbildschirm kann jedem Design in den Einstellungen zugeordnet werden.

 

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Was die Benachrichtigungen an sich angeht, so gibt es immer wieder Klagen über Defizite bei Android 6.0 Smartphones, vor allem, wenn viele Apps und Widgets installiert sind. Wir können das im Testlauf und unserer Erfahrung mit den Phones nicht so massiv bestätigen, dennoch können die aufgeführten Klagen in Foren (z.B. auf Android-Hilfe) nicht von der Hand gewiesen werden. Dabei ist momentan nicht ersichtlich, ob die Probleme an einigen nicht an MM angepassten Apps, der Doze-Funktion von Android 6.0 oder EMUI-Problemen oder der Wechselwirkung von allem liegen. Der Hersteller täte jedenfalls gut daran, sich dieser funktionalen Störungen einer fundamentalen Funktion anzunehmen. Wir werden das Thema verstärkt im Auge behalten.

 

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Beim Wisch von oben nach unten öffnet sich der praktische Zeitstrahl der Benachrichtigungen und rechts daneben die Vernüpfungen, die scroll- und konfigurierbar sind.

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Der Startbildschirm selbst ist erfreulich umfangreich konfigurierbar. Neben den bei Android üblichen, in großer Anzahl vorhandenen Hintergrundgrafiken oder Animationen sind zahlreiche Widgets und Übergänge einstellbar. Mit Android 6.0 ist die Grenze der verfügbaren Homescreens auf gewaltige 18 angestiegen.

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Interessant wird es bei den weiteren Einstellungen, hier hat der User die Wahl der Anzahl der Icons in einer Reihe und einigen Aktionen aus bestimmten Bewegungen heraus. Leider fehlt beim Mate 8 die so beliebte und bei einem 6 Zoll Display sicherlich vorteilhafte Double-Tapp-to-wake Funktion.

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Ein Relikt aus der Vergangenheit haftet selbst EMUI 4.0 noch an, die Badge-Symbole - das sind die kleine Zahlen im roten Kreis an den Apps, die kundtun, wenn sich etwas getan hat - sind weiterhin lediglich auf einige Systemapps beschränkt.

Huawei lässt dem Nutzer alle Freiheiten bei den Berechtigungen und anderen App-Einstellungen, die ein Rooten des Gerätes im Grunde überflüssig machen. Ein mächtiges Tool ist dabei der Telefon-Manager. Hier sind einige, teils weit in die Android-Verwaltung reichende Konfigurationen durchzuführen. Der Pfad einiger Funktionen hat sich mit EMUI 4.0 verändert.

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So finden sich die Einstellungen zum Energiesparen jetzt unter dem Punkt Akkumanager, wir empfehlen nach wie vor die Einstellung Leistung, die kaum mehr verbraucht als andere und volle Funkionalität garantiert. Grundsätzlich ist die Freischaltung einige Funktionen mittels PM Plus aus dem Playstore immer noch empfehlenswert, selbst wenn sich die Freischaltung bei EMUI 4.0 auf das automatische Starten der Apps reduziert.

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Für Quereinsteiger recht ungewöhnlich, unterbindet Huawei rigoros Apps, die nicht unter die Systemapps fallen, den Akkuverbrauch bei abgeschaltetem Bildschirm. Das ist bei Apps mit Benachrichtigungen höchst ungünstig, deshalb lassen sich diese schützen, bleiben somit im Standby aktiv.

 

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Größere optische Veränderungen gibt es bei den Einstellungen. Waren die noch bei EMUI 3.x alle untereinander angeordnet, so finden sich jetzt Untermenüs.

 

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In diesen verbirgt sich die Einstellung des Speicher-Standardpfades, ein sehr nützlicher Verstoss des Herstellers gegen die Android-Regeln, kann doch so eine - möglichst flotte - SD-Karte in den Systemspeicher eingebunden werden.

Die App-Rechteverwaltungen sind nun Bestandteil von Android 6.0, Google hat da nun nachgezogen. Wer EMUI 3,x kennt hat, braucht nichts Neues hinzuzulernen, lediglich der Pfad der Einstellungen hat sich geändert, sie sind nun bei den Apps zu finden.

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Nach wie vor lassen sich alle Berechtigungen, die sich die Apps beim Installieren genehmigen, auf Wunsch einzeln fein säuberlich wieder zurücknehmen.

 

 

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Das gewohnte Bild der Update-App bei EMUI 3.x mit der Möglichkeit, über ein lokales Update per Sideload ein OTA- oder Full-Update einzuspielen. Leider gibt es diesen Menüpunkt bei EMUI 4.0 nicht mehr.

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Alternativ gibt es die Möglichkeit, dennoch ein Full-Update im dload-Ordner auf den internen oder externen Speicher des Gerätes zu spielen und dann mit Vol + und - und Power zu starten, dann führt das Gerät das Update per Fastboot durch. Aber dazu bedarf es einer Full-Version der Firmware, mit OTA funktioniert das so nicht.

Die Funktion selbst ist aber nach wie vor ausführbar: es gibt ein verstecktes Service-Menü, welches ihr mit

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*#*#2846579#*#*

in der Telefon-App (einfach die Ziffern eingeben) aktiviert.

Es erscheint folgender Auswahlbildschirm

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Uns interessiert allein der Punkt vier, das Software Upgrade. Wir warnen ausdrücklich davor, in den anderen Funktionen zu spielen, da die Hardware dadurch Schaden nehmen kann! Nach Auswahl des Software Upgrade darf man auf die SD-Karte zugreifen, auf der sich natürlich das update.zip oder die update.app im dload-Ordner befinden muss.

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Nach der Sicherheitsabfrage startet das Update mit OK.

Durch einen Tipp auf das Quadrat geht es ins Multitaskingmenü, in dem alle aktive Apps im Hintergrund aufgelistet sind.

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Die Apps lassen sich durchscrollen und einzeln mit einem Wisch entfernen. Alternativ verschwinden sie durch einen Tipp auf den Papierkorb komplett aus dem Speicher. Wird die App nach unten gezogen, bekommt sie am oberen rechten Eck ein Schloss, sinnbildlich für einen geschützten Aufenthalt im Speicher. Sie verbleibt nun dort, selbst nach einem Tipp auf den Papierkorb. Sogar ein Neustart ändert bei EMUI 4.0 nichts daran. Dieser Schutz hat sich als Workaround bei Apps herausgestellt, bei den die oben angesprochenen Probleme mit den Notifications bestehen - in den allermeisten Fällen wird der Tiefschlaf bei den Apps so behoben.

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Was uns beim Mate 8 auffiel, ist die hohe Arbeitsspeicherbelegung selbst direkt nach dem Hochfahren und bereinigtem Cache. Der Screenshot links zeigt das Mate 8 mit 1,54 GB freiem Arbeitsspeicher, der rechte das Mate S, ebenfalls mit Android 6.0, dort sind 1,91 GB frei. Aufgrund der sehr guten Speicherverwaltung von Android macht das im Handling keinen großen Unterschied, beachtlich ist es schon.

Es hat sich also einiges geändert mit Android 6.0 und EMUI 4.0, vieles ist einfach nur anders, vielleicht besser, anderes erfordert vom Hersteller Nachbesserungen. Geblieben ist mit EMUI ein Android-Aufsatz, der für mich ein wichtiger Grund ist, auf Huawei-Smartphones zu bauen. EMUI ist übersichtlich, bietet immens viele Einstellungen und daraus folgernd die Bereitschaft, sich damit auseinander zu setzen. Vor allem aber ist EMUI unglaublich schnell und smooth, sehr gut an die Hardware angepasst und macht den Umgang mit dem Mate 8 zum Vergnügen.

 


 

 

 

 

 

 

 Die Hauptkamera

 

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Zunächst einmal die Fakten der Hauptkamera: Huawei baut wie so oft auf die Sony-Sensortechnik. Beim Mate 8 kommt  ein EXMOR RS IMX 298 zum Einsatz. Der Sensor wurde von Sony im November 2015 zum Start des Mate 8 zeitgleich vorgestellt. Momentan ist unser Proband das einzige Smartphone mit diesem Sensor. Sony fertigt die Sensoren zumeist in 4:3 Größe, der IMX298 hat 4608x3456 Pixel, was in der Summe 16MP ausmacht. Die drängeln sich auf 1/2,8 Zoll, was eine einzelne Pixelgröße von 1.12 μm × 1.12 μm ergibt und exakt der Pixelgröße des 1/3,06 Zoll 13MP-Sensors IMX278 aus dem P8, GX8 und Mate S entspricht. Je mehr Pixel sich auf engem Raum zusammenquetschen, desto weniger Licht fällt auf jedes Einzelne, der Sensor fängt bei wenig Licht an zu rauschen. Dieses Rauschen muss die Software möglichst ausgleichen. Das gilt für jede Kamera, für jedes Smartphone. Dagegen dient eine hohe Pixelanzahl grundsätzlich einer höheren Auflösung des Fotos, wenn denn das Objektiv mitspielt. Huawei setzt auf hochvergütete, asphärische Elemente und auf eine f2.0 Blende bei auf das Kleinbildformat umgerechneter 27mm Weitwinkelbrennweite (4,04mm nativ). Ein technisches Sahneteil ist dabei der Bildstabilisator, eine optische Linse, die beweglich gelagert Unregelmäßigkeiten des menschlichen Inferface (Zittern) ausgleicht. Das macht sie sehr gut, kann sie sich doch in dem für Smartphones rekordverdächtigen Winkel von 1,2 Grad bewegen.

Einen weiteren Augenmerk hat Huawei auf den Autofokus gelegt. Normal arbeitet eine Kompaktkamera und ein Smartphone mit Kontrastautofokus. Dabei wird durch Abschätzung zwischen den Fokuspunkten mittels der Sensordaten der Punkt mit dem höchsten Kontrast gesucht, die Kamera fixiert diesen als AF-Punkt. Das ist mit Smartphones problemlos möglich, da der Sensor ständig im Licht ist und nicht durch einen Spiegel wie bei einer DSLR verdeckt wird. Eine DSLR misst den AF mittels Phasen-Autofokus. Hier gleichen einzelne Sensoren die Entfernung durch zwei Messungen ab. Sony ist es beim Sensor von Wechselobjektivkameras wie der Alpha 6000 gelungen, Phasensensoren in den Sensor zu integrieren, so kommt die Alpha 6000 zu einem wesentlich schnelleren AF als mit einem konventionellen Kontrast-AF. Sony hat diese Technik auf kleinere Sensoren portiert und so profitieren jetzt in der Huawei-Familie neben dem Honor 7 das Mate 8 vom wesentlich exakteren und schnelleren PDAF. Allerdings reagiert der PDAF selektiv etwas anders als ein Kontrast-AF, dadurch erklären sich einige Unterschiede im Foto-Ergebnis.

Die Frontkamera für Selfies ist mit 8MP gut für hochaufgelöste Selbstbildnisse gerüstet, das Objektiv ist mit immerhin f2,4 recht lichtempfindlich. Zudem steht eine Panoramafunktion für Gruppenfotos, im Huawei-Jargon "Groufies" getauft, zur Verfügung.

Zwischen der verbauten Technik und dem fertigen Foto steht die Kamera-App. Hier finden wir auf den ersten Blick die bewährte EMUI-Kamera-Aplikation.

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Übersichtlich lassen sich sowohl der Foto- wie der Video-Modus bedienen. Durch Wischen nach rechts oder links gelangt man zum interessanten Zeitraffer, mit dem in einem Video Echtzeitsequenzen zeitlich komprimiert dargestellt werden, was zu höchst interessanten Effekten führen kann. Die Sektion Verschönern dient der automatischen Nachbearbeitung von Personen - Geschmacksache. Ganz links schliesslich geht es in eine schon beim  P8 und Mate S faszinierende Einstellwelt für Lichtspielereien.

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Hier lassen sich auf zauberhafte Weise Lichtspuren bei eingefrorenem Hintergrund erzeugen, ein Smartphone-Stativ ist dabei Voraussetzung.

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Wie schon von Huawei Kamera-Apps bekannt, lassen sich weitreichende Einstellungen vornehmen. Neu ist der professionelle Modus und der praktikable Dokumentenscanner, der per Hauptkamera die exakte Einstellung eines Dokumentenfotos ermöglicht und so Scannerartige Ergebnisse produziert.

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Auf Wunsch öffnet sich mit einem Doppelklick der Lautstärketaste innerhalb von nicht ganz einer Sekunde die Foto-App aus dem Standby, fokusiert und legt einen Schnappschuss ab.

Der Profi-Modus ermöglicht die manuelle Einstellung aller technisch möglichen Kamerafunktionen.

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Absolut cool ist der künstliche Horizont, der eine Schieflage des Smartphones bei der Aufnahme erkennen und korrigieren hilft.

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Die Einstellung der ISO, der Belichtungszeit...

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... eine Verschiebung der EV-Einstellungen zur gezielten Kontrolle der Bildhelligkeit, die Einstellung des Autofokus inklusive einer manuellen Variante...

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... eine Anpassung des Weißabgleichs und die Festlegung der Belichtungsparameter in Spot, komplettes Foto und Mittenbetont stehen zur Verfügung, DSLR-Besitzer werden sich sofort zuhause fühlen. Wer sich ein wenig mit der technischen Thematik einer guten Fotokomposition vertraut macht, kann mit dem Mate 8 im Profi-Modus hervorragende Aufnahmen machen.

Selbst im Automatikmodus gelingen gute Ergebnisse. Wir haben uns bei der technischen Beschreibung gefragt, wie gut die Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen werden. Das Ergebnis mit dem Kater im dunklen Zimmer spricht für sich. Wie immer ermöglicht ein Klick auf das Bild die 100%-Ansicht mit den kompletten Exifs. Alle Fotos sind selbstredend unbearbeitet.

 

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Lowlight, out of the cam, 1000 ISO, Kunstlicht

Ein Tierfoto stellt schon mit Licht aufgrund der vielen aufzulösenden Haare jede Kamera vor eine Herausforderung. Das Ergebnis des Mate 8 kann sich bei 1000 ISO ganz bestimmt sehen lassen. Der Weißabgleich lässt sich dabei selbst von warmen 3500 Kelvin aus LED-Beleuchtung nicht aus der Fassung bringen, die warme Lichtfarbe wird nicht korrigiert sondern gelangt trefflich ins Foto. Selbstverständlich ist auf Pixelebene zu erkennen, dass die Software das unvermeintliche Rauschen kaschiert.

Nachfolgend einige Schnappschüsse aus München, passenderweise aufgenommen beim Honor 5x-Event. Es fällt auf, dass der AF nahe Objekte besonders gern mag, bei Bedarf genügt aber ein Tipp auf die zu fokusierende Stelle. Das Objektiv macht auf Pixelebene bei 16MP einen guten Job selbst an den Rändern. Vor allem das OIS funktioniert ganz hervorragend und hilft zu scharfen Aufnahmen bei Belichtungszeiten, bei denen das Foto normal verwackelt wäre.

 

 

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Die Kamera des Huawei Mate 8 macht im Automatikmodus gute Fotos, die vorgegebenen Parameter sind überaus praxisgerecht. Erst bei der Kontrolle am kalibriertem IPS-Monitor zeigt sich die sehr gute und natürliche Farbanpassung. Huawei verzichtet auf allzu grelle, übersteuerte Farben. Die App reagiert sehr schnell, bei Smartphones besonders beliebte Schnappschüsse gelingen auf Anhieb. Die Krönung ist der manuelle professionelle Modus, der allerdings Vorwissen und eine gewisse Einarbeitung bedingt. Bei Lowlight kommt die Kamera nicht ganz an die Ergebnisse der 13MP RGBW-Kamera heran, wie sie z.B. im P8 verbaut ist, die Ergebnisse ähneln eher den Fotos aus dem Honor 7 wobei das Mate 8 den großen Vorteil der optischen Bildstabilisierung ins Feld führen kann.

 


 

 

 

 

Huawei-Info Fazit

Grundsätzlich gefällt mir das Huawei Mate 8 sehr. Die superbe Materialauswahl und Verarbeitung, das helle und scharfe Display und die atemraubende Arbeitsgeschwindigkeit machen den Umgang mit dem 599 Euro-Device zum Vergnügen. Es stören eher einige Dinge, die der Hersteller nicht implementiert hat. So fehlt eine schnelle Datenschnittstelle ebenso wie die Möglichkeit der drahtlosen Aufladung oder das jetzt beim Mate S angebotene Press-Touch. Der 4000mAh-Akku ist dagegen eine Offenbarung, endlich kommt ein Highend-Device mal ganz locker über einen Tag, über zwei Tage und darüber hinaus. Damit die Aufladung keine Ewigkeiten dauert, legt Huawei ein Quick Charge Netzteil gleich bei.

Android 6.0 hat Einzug bei Huawei gehalten, ebenso EMUI 4.0. Insgesamt überzeugt die hohe Reife und Unkompliziertheit des Betriebsystems, allerdings sollten die Benachrichtigungen grundsätzlich überarbeitet und korrigiert werden. Es kann nicht angehen, das solch eine Basisfunktion in einem Highend-Gerät Probleme bereitet.

Wer sich mit sechs Zoll in der Diagonale - zwar optimal kompakt angepasst, aber dennoch in der Größe vorhanden - anfreunden kann, findet mit dem omnipotenten Huawei Mate 8 sicherlich einen Traumpartner. 

 

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Diskussion zum Huawei Mate 8

 

 

 

© H. Gerdesmeier
alle nicht anders gekennzeichneten Fotos © H. Gerdesmeier

 

Kommentare   

KatlynChief
#16 KatlynChief 2018-03-28 18:25
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