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EMUI 4.0 - die Praxis

Das Huawei Mate 8 war jetzt einige Wochen bei uns mit der Firmware NXT-L29C432B152, die uns Huawei vorab zur Verfügung stellte, im Einsatz, Zeit genug, nachvollziehbare Schlüsse auf die Eignung im Alltag zu ergründen.

Schon beim ersten Kontakt flöst das Huawei Mate 8 durch die vorzügliche Verarbeitung und wertige Materialien Vertrauen ein und fühlt sich keineswegs wie ein übergroßes 6 Zoll Phablet an, vermittelt eher Handlichkeit und die Perfektion der Premiumklasse. Da gibt es keine unregelmäßigen Spaltmaße, da wackeln keine Knöpfe oder Tasten. Das formschöne Gerät liegt zudem sehr ausgewogen in der Hand, das Gewicht ist gut verteilt. Die Tasten haben einen angenehmen, nicht zu geringen Druckpunkt, zudem überzeugt die Ergonomie. Durch die leicht abgerundete Rückwand wächst das Gerät geradezu in die Hand. Obwohl die Rückwand gebogen ist und die Kamera leicht hervorsteht, liegt das Huawei Mate 8 stabil auf dem Rücken und kann dort problemlos bedient werden. Zudem hält sich die Hitzeentwicklung mehr als dezent zurück, mehr als Handwärme war selbst unter großer Belastung nicht zu spüren. Dabei lässt die außergewöhnliche CPU-Power den User smooth, ohne jegliche Anzeichen von Mikro-Rucklern und mit enormer Geschwindigkeit über die Oberflächen fliegen.

 

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Grundsätzlich unterscheidet sich EMUI 4.0 funktional nicht so sehr von EMUI 3.1, wir werden deshalb in erster Linie auf die Unterschiede eingehen. Die fangen beim Fingerprintsensor an.

 

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Der Sensor selbst entspricht der Version 2.0, die schon im Mate S Verwendung findet. Allerdings ist er wie beim Nexus 6P rund, was der Haptik meiner Meinung nach zuträgt. Er reagiert mit 0,5 Sekunden Reaktionszeit aus dem Standby genauso blitzschnell und zuverlässig, es lassen sich fünf verschiedene Abdrücke speichern. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist die Einschränkung  bei den Funktionen des Sensors. Ist er beim Mate S noch funktional wie ein kleines Touchpad mit sehr vielen Funktionen belegt, reduziert sich das beim Mate 8 aufs Nötigste.

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Zum Vergleich die Möglichkeiten des Mate S, ebenfalls mit Android 6.0:

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Hier sollte Huawei funktional unbedingt nachlegen.

Zunächst ein kurzer Ausflug zu den wichtigsten Merkmalen von EMUI. Wie bei EMUI gewohnt, gibt es keinen App-Drawer. Zumindest nicht direkt, denn durch ein Fingerspreizen auf dem Homescreen öffnet sich seit der Version EMUI 3.1 ein Fenster, in das Apps vom Homescreen ausgeblendet und dort auch gestartet werden können. Wer den App-Drawer dennoch vermisst, kann einen anderen Launcher aus dem Playstore installieren.

Die Stagefright-Bedrohung ist bei aktuellen Huawei-Phones längst elemininiert, das neue Mate 8 macht da keine Ausnahme.

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Das Design der Oberfläche lässt sich durch die Design-App sehr umfangreich gestalten. Der Sperrbildschirm, die Icons, selbst einige Funktionen sind zu konfigurieren.

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Die Magazin-Sperrbildschirme sind die einzigen, in denen Push-Nachrichten von Apps erscheinen. Daneben bietet der Magazin-Sperrbildschirm Vorteile wie wechselnde Fotos und mit einem Wisch nach oben sind einige, nicht weiter konfigurierbare Apps direkt erreichbar. Der Magazin-Sperrbildschirm kann jedem Design in den Einstellungen zugeordnet werden.

 

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Was die Benachrichtigungen an sich angeht, so gibt es immer wieder Klagen über Defizite bei Android 6.0 Smartphones, vor allem, wenn viele Apps und Widgets installiert sind. Wir können das im Testlauf und unserer Erfahrung mit den Phones nicht so massiv bestätigen, dennoch können die aufgeführten Klagen in Foren (z.B. auf Android-Hilfe) nicht von der Hand gewiesen werden. Dabei ist momentan nicht ersichtlich, ob die Probleme an einigen nicht an MM angepassten Apps, der Doze-Funktion von Android 6.0 oder EMUI-Problemen oder der Wechselwirkung von allem liegen. Der Hersteller täte jedenfalls gut daran, sich dieser funktionalen Störungen einer fundamentalen Funktion anzunehmen. Wir werden das Thema verstärkt im Auge behalten.

 

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Beim Wisch von oben nach unten öffnet sich der praktische Zeitstrahl der Benachrichtigungen und rechts daneben die Vernüpfungen, die scroll- und konfigurierbar sind.

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Der Startbildschirm selbst ist erfreulich umfangreich konfigurierbar. Neben den bei Android üblichen, in großer Anzahl vorhandenen Hintergrundgrafiken oder Animationen sind zahlreiche Widgets und Übergänge einstellbar. Mit Android 6.0 ist die Grenze der verfügbaren Homescreens auf gewaltige 18 angestiegen.

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Interessant wird es bei den weiteren Einstellungen, hier hat der User die Wahl der Anzahl der Icons in einer Reihe und einigen Aktionen aus bestimmten Bewegungen heraus. Leider fehlt beim Mate 8 die so beliebte und bei einem 6 Zoll Display sicherlich vorteilhafte Double-Tapp-to-wake Funktion.

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Ein Relikt aus der Vergangenheit haftet selbst EMUI 4.0 noch an, die Badge-Symbole - das sind die kleine Zahlen im roten Kreis an den Apps, die kundtun, wenn sich etwas getan hat - sind weiterhin lediglich auf einige Systemapps beschränkt.

Huawei lässt dem Nutzer alle Freiheiten bei den Berechtigungen und anderen App-Einstellungen, die ein Rooten des Gerätes im Grunde überflüssig machen. Ein mächtiges Tool ist dabei der Telefon-Manager. Hier sind einige, teils weit in die Android-Verwaltung reichende Konfigurationen durchzuführen. Der Pfad einiger Funktionen hat sich mit EMUI 4.0 verändert.

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So finden sich die Einstellungen zum Energiesparen jetzt unter dem Punkt Akkumanager, wir empfehlen nach wie vor die Einstellung Leistung, die kaum mehr verbraucht als andere und volle Funkionalität garantiert. Grundsätzlich ist die Freischaltung einige Funktionen mittels PM Plus aus dem Playstore immer noch empfehlenswert, selbst wenn sich die Freischaltung bei EMUI 4.0 auf das automatische Starten der Apps reduziert.

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Für Quereinsteiger recht ungewöhnlich, unterbindet Huawei rigoros Apps, die nicht unter die Systemapps fallen, den Akkuverbrauch bei abgeschaltetem Bildschirm. Das ist bei Apps mit Benachrichtigungen höchst ungünstig, deshalb lassen sich diese schützen, bleiben somit im Standby aktiv.

 

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Größere optische Veränderungen gibt es bei den Einstellungen. Waren die noch bei EMUI 3.x alle untereinander angeordnet, so finden sich jetzt Untermenüs.

 

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In diesen verbirgt sich die Einstellung des Speicher-Standardpfades, ein sehr nützlicher Verstoss des Herstellers gegen die Android-Regeln, kann doch so eine - möglichst flotte - SD-Karte in den Systemspeicher eingebunden werden.

Die App-Rechteverwaltungen sind nun Bestandteil von Android 6.0, Google hat da nun nachgezogen. Wer EMUI 3,x kennt hat, braucht nichts Neues hinzuzulernen, lediglich der Pfad der Einstellungen hat sich geändert, sie sind nun bei den Apps zu finden.

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Nach wie vor lassen sich alle Berechtigungen, die sich die Apps beim Installieren genehmigen, auf Wunsch einzeln fein säuberlich wieder zurücknehmen.

 

 

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Das gewohnte Bild der Update-App bei EMUI 3.x mit der Möglichkeit, über ein lokales Update per Sideload ein OTA- oder Full-Update einzuspielen. Leider gibt es diesen Menüpunkt bei EMUI 4.0 nicht mehr.

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Alternativ gibt es die Möglichkeit, dennoch ein Full-Update im dload-Ordner auf den internen oder externen Speicher des Gerätes zu spielen und dann mit Vol + und - und Power zu starten, dann führt das Gerät das Update per Fastboot durch. Aber dazu bedarf es einer Full-Version der Firmware, mit OTA funktioniert das so nicht.

Die Funktion selbst ist aber nach wie vor ausführbar: es gibt ein verstecktes Service-Menü, welches ihr mit

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*#*#2846579#*#*

in der Telefon-App (einfach die Ziffern eingeben) aktiviert.

Es erscheint folgender Auswahlbildschirm

dialer1dialer 2

Uns interessiert allein der Punkt vier, das Software Upgrade. Wir warnen ausdrücklich davor, in den anderen Funktionen zu spielen, da die Hardware dadurch Schaden nehmen kann! Nach Auswahl des Software Upgrade darf man auf die SD-Karte zugreifen, auf der sich natürlich das update.zip oder die update.app im dload-Ordner befinden muss.

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Nach der Sicherheitsabfrage startet das Update mit OK.

Durch einen Tipp auf das Quadrat geht es ins Multitaskingmenü, in dem alle aktive Apps im Hintergrund aufgelistet sind.

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Die Apps lassen sich durchscrollen und einzeln mit einem Wisch entfernen. Alternativ verschwinden sie durch einen Tipp auf den Papierkorb komplett aus dem Speicher. Wird die App nach unten gezogen, bekommt sie am oberen rechten Eck ein Schloss, sinnbildlich für einen geschützten Aufenthalt im Speicher. Sie verbleibt nun dort, selbst nach einem Tipp auf den Papierkorb. Sogar ein Neustart ändert bei EMUI 4.0 nichts daran. Dieser Schutz hat sich als Workaround bei Apps herausgestellt, bei den die oben angesprochenen Probleme mit den Notifications bestehen - in den allermeisten Fällen wird der Tiefschlaf bei den Apps so behoben.

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Was uns beim Mate 8 auffiel, ist die hohe Arbeitsspeicherbelegung selbst direkt nach dem Hochfahren und bereinigtem Cache. Der Screenshot links zeigt das Mate 8 mit 1,54 GB freiem Arbeitsspeicher, der rechte das Mate S, ebenfalls mit Android 6.0, dort sind 1,91 GB frei. Aufgrund der sehr guten Speicherverwaltung von Android macht das im Handling keinen großen Unterschied, beachtlich ist es schon.

Es hat sich also einiges geändert mit Android 6.0 und EMUI 4.0, vieles ist einfach nur anders, vielleicht besser, anderes erfordert vom Hersteller Nachbesserungen. Geblieben ist mit EMUI ein Android-Aufsatz, der für mich ein wichtiger Grund ist, auf Huawei-Smartphones zu bauen. EMUI ist übersichtlich, bietet immens viele Einstellungen und daraus folgernd die Bereitschaft, sich damit auseinander zu setzen. Vor allem aber ist EMUI unglaublich schnell und smooth, sehr gut an die Hardware angepasst und macht den Umgang mit dem Mate 8 zum Vergnügen.

 

Kommentare   

KatlynChief
#16 KatlynChief 2018-03-28 18:25
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